University of Otago, Dunedin

Erfahrungsbericht zum Studium in Neuseeland: Studieren an der University of Otago - Informationen, Tipps und Hilfen zu Auslandssemstern, undergraduate, postgraduate, study abroad, Diplomas, Master, Bachelor u.a. in Dunedin und Neuseeland allgemein u.v.m.

Allgemeines

Vorbereitung

Kosten (und Flug)

Kursangebot und -system

Visum

Telefonieren und Handys

Geld, Banken und Post

Die Stadt Dunedin

Wetter

Die Uni, der Campus und Ausstattung

Leben und wohnen (Uni-Flats, private Flats, Toroa International House, Residential Halls, Privates Wohnen bei Familien)

Verpflegung (und Lebenshaltungskosten)

Verkehrsmittel

Internetzugang

Aktivitäten (Clubs & Socs, Recreation Centre, Reisen, Rugby)

Links

Literaturhinweise und Bücher sowie Reiseführer

 

Wenn ich jemandem mit den folgenden Infos helfen konnte freue ich mich über einen Gästebucheintrag! Und wenn ihr irgendwelche Fehler findet (Rechtschreibung, Navigation oder sonstwas): schreibt mir bitte ne kurze Email damit ich´s verbessern kann. DANKE!

Wenn jemand nach der Lektüre noch spezielle Fragen hat kann er sich auch gerne bei mir melden, wo ich kann helfe ich gerne!

 

Allgemeines:

Ich kann jedem nur empfehlen ein Auslandssemster einzulegen. Wann außer als Student bekommt ihr noch mal die Gelegenheit einfach ohne große Verluste für eine so lange Zeit ins Ausland zu gehen? Das Erlebnis ist einfach einmalig und unbezahlbar. Um euch die Entscheidung etwas leichter zu machen hab ich hier mal meine Erfahrungen aufgeschrieben:

Neuseeland selbst ist ein tolles Land. Sehr dünn besiedelt (die einzigen richtigen Großstädte sind Auckland und Wellington) und mit toller, unglaublich abwechslungsreicher Natur. Wenn man sich die Zeit richtig einteilt und seinen Stundenplan nicht zu voll mit anspruchsvollen Kursen packt bleibt auch während des Semesters viel Zeit um genug zu reisen und das Land zu erleben. Wer ein paar Eindrücke haben will kann sich ja mal meine Fotos anschauen.

Mein Auslandssemester an der University of Otago ging von Ende Februar bis Ende Juni 2003. Ich habe als "Certificate of Proficiency" bzw. "Study Abroad Student" studiert, was einfach nur bedeutet, dass ich an keinem degree oder sonst welchem Programm der University of Otago teilgenommen habe (dort also keinen Abschluss gemacht habe) sondern unanhängig von den örtlichen Studienregelungen in Kurse meiner Wahl eingeschrieben war. Das hat den Vorteil, dass ich mich nicht an irgendwelche Vorgaben halten musste (man muss allerdings trotzdem noch für die einzelnen Kurse zugelassen sein, d.h. ein Biologiestudent wird wohl keinen hochrangigen Managementkurs belegen können oder umgekehrt) und im Prinzip meine Kurse relativ frei wählen konnte. Ein Nachteil sind dabei allerdings die hohen Studiengebühren für einfache Study Abroad Studenten (dazu unten mehr).

 

Vorbereitung:

Zunächst einmal: die ersten Infos usw. kann man nicht früh genug sammeln. Wenn es seien muss ist eine Bewerbung mit allem drum und dran auch noch recht kurzfristig (einige Monate im voraus) möglich, aber je eher man weiss wo es hingehen soll, umso einfacher und stressfreier ist der ganze Vorgang für alle Beteiligten und man kann noch rechtzeitig auf eventuell auftretende Probleme reagieren!

Zunächst einmal solltet ihr euch Infomaterialien der gewünschten Unis besorgen. Dass geht über die einzelnen Websites der Unis selber (Links s.u.) oder ihr wendet euch an Organisationen wie www.ieconline.net die ebenfalls die offiziellen Broschüren zur Verfügung haben und euch auch sonst beim gesamten Bewerbungsverlauf tatkräftig und kostenlos unterstüzen (an dieser Stelle schönen Gruß und besten Dank Elke, sowie an IEC-Online)!

Zur Bewerbung gehört dann normalerweise u.a. eine komplette (englischsprachige) Aufstellung eurer bisher besuchten Uni-Kurse inklusive Scheine/Leistungsnachweise o.ä., einige Bewerbungsformulare der  Unis selber und natürlich ein Nachweis eurer Englischkenntnisse in Form des TOEFL (Infos siehe hier), IELTS oder ähnlicher Zertifikate. Welche Punktzahl ihr für eure Kurse braucht kann von Uni zu Uni und von Programm zu Programm unterschiedlich sein, also am besten früh genug erkundigen und für den Test planen. Grundsätzlich gilt: Ihr solltet euch im Englischen einigermaßen sicher fühlen um den Vorlesungen zu folgen und auch die Exams und Essays zu bewältigen (dazu ist aber keineswegs perfektes Englisch nötig!!).

 

Kosten:

Zunächst einmal sind für ein Studium in Neuseeland Studiengebühren zu entrichten. Da diese Gebühren aber oft angepasst werden und außerdem je nach Uni unterschiedlich hoch sind solltet ihr euch hier wenn es bei euch ernst wird individuell erkundigen.

Ich habe für mein Semester in Dunedin 4000 US-$ Studiengebühren bezahlt. Dieser Betrag galt für internationale Study Abroad Studenten. WICHTIG: Postgraduate Studenten (als Postgraduate Studenten könnt ihr je nach Leistungen/Kursen o.ä. grob ab dem 3. - 4. Studienjahr eingeordnet werden, das kann/muss aber individuell festgestellt werden), die auch wirklich höherwertige (i.d.R. ab 300er Paper) Kurse absolvieren bezahlen aufgrund eines Abkommens zwischen Deutschland (oder der EU, dass weiss ich nicht so genau) nur die deutlich günstigeren Gebühren die auch die einheimischen Studenten entrichten! Das spart im Zweifel ne Menge Geld, ist aber auch aufgrund der höherwertigen Kurse mit mehr Arbeit verbunden. Was ihr hier wählt (und wählen könnt) müsstet ihr im Einzelnen erfragen.

Neben den reinen Studiengebühren kommen natürlich noch die Lebenshaltungskosten (inkl. Miete, Reisen etc.) und natürlich der Flug. Für Unterrichtmaterialien und Bücher kommt dann auch noch etwas dazu. Dazu möchte ich hier aber keine näheren Angaben machen, da so was mit dem Wechselkurs u.ä. stark schwank.

Etwas mehr zum Flug: Bei Flügen über Amerika könnt ihr 2 x 32 kg Gepäck mit nehmen, über Asien nur 1 x 20 kg (jeweils plus Handgepäck). Wer also sehr viel in die eine oder andere Richtung mitnehmen will sollte ggf. lieber einen etwas teureren Flug über Amerika nehmen falls sich das anbietet (aber nicht zu teuer, sonst könnt ihr lieber Pakete verschicken). Aber auch über Asien ist bei 20kg nicht unbedingt Schluss, da jede Fluggesellschaft Karenz gibt (also bis normalerweise mindestens 25 kg nichts sagt) und ihr auch ins Handgepäck noch ordentlich was rein kriegt. Manche Airlines geben auch noch ein plus von ein paar Kilo wenn man nachweist, dass man für längere Zeit da unten studiert (ist bei Singapore Airlines glaube ich so). Auch hier wieder der Hinweis: Am besten vorher erkundigen!

Die meisten von euch werden wohl in Auckland (manche auch in Christchurch ankommen). Da ihr aber nach Dunedin wollt heißt es: noch weiter reisen. Von Auckland am besten einen Inlandsflug nehmen. Den aber NICHT über ein deutsches Reisebüro buchen!! Das ist viel zu teuer. Statt dessen direkt im Internet bei Air New Zealand oder Qantas buchen und per Kreditkarte zahlen (möglicherweise gibt es inzwischen auch weitere Inlandsfluglinien, dass müsstet ihr mal versuchen rauszukriegen). So zahlt ihr nur die günstig Inlandspreise (schon ab ca. 100 NZ-$ Auckland-Dunedin!!). Von Christchurch entweder auch fliegen oder einen Bus nehmen (Intercity oder meistens sehr günstig Atomic Shuttle o.ä.)

 

Kursangebot und -system:

Die Kurse heißen in Neuseeland "Paper" und sind nach Jahren geordnet: so sind 100er Paper die unterste Stufe (erstes Studienjahr des jeweiligen Bereichs), danach kommen 200er, 300er, 400er und vereinzelt auch 500er Paper. Es gibt ein Creditpoint System und um als Vollzeitstudent zu gelten muss man für ein Semester mindesten 18 Punkte (für ein ganzes Jahr 36 Punkte) belegen (so ist das zumindest an der University of Otago gewesen). Die meisten Halbjahrespaper haben 6 Punkte, so dass man mindesten 3 Kurse pro Semester belegen muss.

Mehr sind natürlich auch möglich, aber damit steigt natürlich auch der Arbeitsaufwand deutlich.

Insgesamt unterscheiden sich die Kurse von denen an den meisten Deutschen Unis insbesondere darin, dass es keine einzige große Klausur am Ende gibt, sondern die Note i.d.R. aus mehreren Teilen, wie z.B. Essays, Case Studies, Presentations, Practicals usw. zusammengesetzt ist. Das Final Exam macht dann normalerweise so zwischen 40 und 60 Prozent der Endnote aus.

Wenn ihr euch eure Kurse aussucht sprecht am besten vorher mit euren Profs darüber falls ihr euch etwas anerkennen lassen wollt. So könnt ihr die Kurse dann entsprechend auswählen.

Neben einem einzigen Semester "Study Abroad" bietet die meisten Unis auch einige Möglichkeiten einen Abschluss zu machen. Neben den längeren Vollzeitstudien zum Bachelor oder anschließend zum Master gibt es einige sogenannte degrees und certificates, die einen "kleineren" Abschluss in ausgewählten Fächern/Kursen nach 2 - 4 Semestern ermöglichen. Genaueres dazu erfahrt ihr auf der jeweiligen Uni-Homepage (Links s.u.) oder von den diversen Organisationen die euch hier in Deutschland dazu beraten. Achtung: wenn ihr euch an so eine Organisation wendet (was grundsätzlich sehr zu empfehlen ist!!!) achtet insbesondere darauf, dass ihr für die Beratung und Hilfestellungen NICHTS bezahlen müsst! Sollte dies der Fall sein: Finger weg! Die seriösen Anbieter nehmen KEIN Geld von euch und bieten ihre Dienste für die Studenten absolut kostenlos an!!!!

 

Visum:

Für die Einreise nach Neseeland ist zunächst einmal kein besonderes Visum nötig. Es genügt fürs erste ein Reisepass, der noch 3 Monate nach der Ausreise gültig ist. Das gilt allerdings nur für Aufenthalte die nicht länger als 3 Monate sind. Da das für euer Studium / Auslandssemster wohl nicht gilt braucht ihr ein Studentenvisum. Um dieses zu bekommen könnt ihr einen Antrag bei der Botschaft in Deutschland stellen und müsst dazu ein bisschen Papierkram erledigen. Da sich die Details dazu ab und zu ändern solltet ihr euch zu den Erfordernissen, Kosten, Formularen etc. auf den Internetseite der Botschaft (www.nzembassy.com und da dann auf Germany und nach den Visumsbestimmungen suchen) und des Immigration Service (www.immigration.govt.nz und da dann auf Study) informieren.

 

Telefonieren und Handys:

Nach Deutschland telefoniert ihr am besten mit einer der vielen Telefonkarten die ihr an jedem Kiosk kaufen könnt. Aber achtet auf die ausgehängten Preise. Hier gibt es extreme Preisunterschiede je nach Anbieter!!! Ich konnte 2003 für um die 10-15 NZ-Cent pro Minute nach Hause telefonieren. Andersrum (Dtl - NZ) gehts sogar mit den richtigen Anbieter noch günstiger (schon ab 2-3 Euro-Cent pro Minute)

In Neuseeland gab es 2003 zwei Handybetreiber: die Telecom und Vodaphone. Normale Dualbandhandys funktionieren (zumindest im Vodaphonenetz), ihr könnt also eurer Handy von daheim mitnehmen! Es gibt Prepaidkarten zu kaufen (zumindest von Vodaphone), ihr braucht also keinen Vertrag abschließen. In den ganzen Städten und größeren Orten ist der Empfang meistens kein Problem. In abgeschiedenen Gegenden (die gibt es in NZ allerdings ziemlich oft) habt ihr dagegen keine Chance auf Empfang.

 

Geld, Banken und Post:

Wer länger in Neuseeland bleiben will der stellt sich sicherlich die Frage: Wie mache ich das mit dem Geld? Also: zunächst mal würde ich mir eine Kreditkarte mitnehmen. Und zwar nicht unbedingt fürs bezahlen oder Geld abheben (zu teuer), sondern weil ohne sie manchmal eine Hostelbuchung oder das Mieten eines Autos nicht möglich ist. Die Kredtikartennummer wird dann als Sicherheit benutzt, bezahlen muss man damit dann noch nicht!
Wer länger in NZ ist denkt vielleicht auch darüber nach ein Konto dort zu eröffnen. Das ist grundsätzlich ziemlich einfach und schnell bei den diversen Banken möglich - für Studenten auch i.d.R. kostenlos. Allerdings sind Überweisungen auf das entsprechende Konto in NZ von einem deutschen Konto aus mitunter nicht billlig. Ein Vorteil ist dann aber, dass ihr eine EFTPOS-Karte habt. Das ist ungefähr sowas wie unsere EC-Karte. Mit der EFTPOS-Karte kann man dann Geld abheben und auch überall (wirklich überall, sogar in jeder Kneipe) bargeldlos bezahlen.
Eine Kontoeröffnung ist aber meiner Meinung nach meistens nicht wirklich nötig. Mit eurer Maestro-EC Karte und auch mit den meisten Kreditkarten könnt ihr an jedem Automaten in NZ gegen eine allerdings oft recht hohe Gebühr Bargeld abheben.

Es geht aber auch billiger: Wer in Deutschland ein Konto bei der Deutsche Bank hat kann in Neuseeland (und auch in Australien) unbeschränkt oft und vor allem kostenlos direkt Geld an den Automaten der Westpack Trust Bank von seinem deutschen Konto abheben. Wie gesagt: vollkommen ohne Gebühren und zum jeweils aktuellen Umrechnungskurs. Sehr praktisch und nebenbei günstiger als alle anderen Möglichkeiten sich Bargeld zu besorgen. Ich bin damit ein ganzes Semester gut ausgekommen, sogar das Accomodation Office nimmt auch große Mengen Bargeld zur Mietzahlung an. (Stand 2003)

Das Verschicken von Paketen nach NZ ist bis 20kg mit der Post am günstigsten. (Preise unter www.deutschepost.de). Mehr als 20kg pro Paket können nicht mit der Post verschickt werden, da muss ein (i.d.R. wesentlich teurerer) Paketdienst ran. Dieses Limit gilt auch für den umgekehrten Weg. Die NZ-Post ist bei Paketen dabei etwas teurer als die Deutsche Post (Stand 2003; genaue Kosten unter www.nzpost.co.nz/nzpost/control/ratefinder ).

 

Die University of Otago und Dunedin

Die Stadt Dunedin:

Dunedin ist die mit ca. 120.000 - 130.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Südinsel (nach Christchurch). Sie liegt ziemlich weit im Süden - direkt an der Ostküste. Die Stadt selber ist stark von der Uni und den Studenten geprägt, denn außer der großen Uni (Neuseelands ältester) gibt es hier noch eine Polytechnic und ein Teachers College. Es gibt massig Studentenpubs und Clubs und ein ausgeprägtes studentisches Nachtleben. Dabei sollte man sich allerdings bewusst sein, dass die meisten Studenten dort recht jung sind und so vielerorts der Altersschnitt im Gegensatz zu deutschen Unis geringer ist. Bei den (sehr vielen) internationalen Studenten ist das Durchschnittsalter allerdings wieder höher.

Ansonsten ist Dunedin für europäische Verhältnisse aber doch eher eine Provinzstadt (zumindest für Leute die aus ner Großstadt kommen), für neuseeländische Verhältnisse allerdings groß und lebendig.

Landschaftlich liegt Dunedin in der hügeligen Region Otago direkt an einem natürlichen Hafen hinter der Otago Peninsula, einer wirklich sehr schönen Halbinsel. Von hier aus kann man sehr gut die Südinsel Neuseelands bereisen (meiner Meinung nach besser als von Christchurch aus), da die berühmtesten Tracks und Nationalparks (z.B. das Fiordland mit dem Milford, Kepler und Routeburn Track) nur einige Autostunden entfernt liegen. Damit eignet sich Dunedin meiner Meinung nach ideal für Leute die neben dem Studium möglichst viel von Neuseelands Highlights erleben wollen (ihr könnt ja mal bei den Fotos schauen was die Südinsel da so bietet)

 

Das Wetter:

Überall steht geschrieben, dass in Dunedin schottisches Wetter herrscht. Aber bloss keine Panik! Ich hatte in meinen 4 Monaten Dunedin und Südinsel fast immer gutes Wetter und sehr viel Sonnenschein! Im Sommer wird es auch in Dunedin schön warm, aber wegen der direkten Lage am Meer eigentlich nie richtig heiss. Es ist recht häufig windig, eben echtes meernahes Klima. Am ehesten vergleichen würde ich die Ecke mit der deutschen Nord- oder Ostseeküste. Das dürfte dem schon recht nahe kommen. Im Winter friert es eher selten, aber wegen des feucht-windigen Wetters kann es dann schon recht ungemütlich werden.

Im Winter wird das ganze dann durch die verdammt besch... isolierten Häuser verschlimmert. Da in Neuseeland auch fast ausschliesslich mit Strom und Heizlüftern in den einzelnen Räumen geheizt wird (ziemlich teuer und deswegen eher selten genutzt) laufen die Kiwis auch zu Hause meistens mit dickem Pulli o.ä. durchs Haus. Besorgt euch auf jeden Fall warmes Bettzeug!

Aber nur ums nochmal zu sagen: Frühling, Sommer und Herbst waren zumindest bei mir super mit meistens sehr gutem Wetter!!

 

Die Uni, der Campus und Ausstattung:

Das Kursangebot der University of Otago ist sehr breit gefächert und es gibt für fast jeden Fachbereich interessante Kurse. Der Campus der Uni liegt ziemlich zentral in Dunedin. Es gibt eine große neue Bibliothek sowie einige weitere kleinere Fachbibliotheken. Überall auf dem Campus verteilt gibt es viele kleinere und einige größere Computerräume von denen manche 24 Stunden am Tag mit dem Studentenausweis zugänglich sind. Alle Computer (MAC´s und PC´s) haben Internetzugang sowie die wichtigsten Officeprogramme. Wer also kein Notebook hat kann ohne Probleme seine Essays an den Computern schreiben und auch im Internet surfen usw.

Dieser gute Computerzugang ist auch nötig, da sehr viele Kurse über ein sogenanntes "Blackboard" per Internet mit den Studenten kommunizieren und u.a. Dokumente, Aufgaben und Vorlesungsunterlagen zugänglich machen. Der Studentenausweis mit Chipkarte kann an zentralen Stellen mit Geld aufgeladen werden und dann als Kopierkarte und zum Ausdrucken von Dokumenten genutzt werden.

Insgesamt ist die Uni toll ausgestattet. Sowohl was die vielen Computer angeht, als auch die Vorlesungsräume (so gut wie alle mit Beamer und weiterem Multimedia-Equipment usw.). Außerdem gibts viele weitere nützliche Unieinrichtungen wie ein Fitnessstudio, viele Sportanlagen, das Recreationcentre (bietet viele günstige Kurse von Joga über Sticken bis zu Fallschirmspringen und Tauchen, sowie Verleih von Sport und Trampingausrüstung) oder das Accommodation Office (s.u.).

Es gibt keine richtige Mensa an der Uni, dafür aber einen "Foodcourt", in dem ihr einiges zwischen einigen Anbietern (Chinesisch/Indisch, Italienisch, Fish&Chips u.ä.) wählen könnt. Dazu gibts in unmittelbarer Uninähe noch einige Essensmöglichkeiten.

 

Leben und wohnen:

Wohnungstechnisch habt ihr in Dunedin einige Möglichkeiten: Uni-Flats, private Flats, das Toroa International House, Resitential Halls und auch privates Wohnen bei Familien. Hier kurz zu allen Formen das wichtigste:

Uni-Flats:

Diese universitätseigenen Studentenwohnungen (eigentlich alles einzelne kleine Häuser) werden von jeweils 2 - 6 Studenten bewohnt. Und diese haben einige große Pluspunkte. Zunächst einmal könnt ihr euch mit eurer Unibewerbung direkt für eins dieser Flats bewerben und wenn ihr das einige Zeit vor eurer Ankunft in Dunedin macht solltet ihr auch keine Probleme haben eine Wohnung zu kriegen.

Außerdem haben diese Wohnungen einen gewissen Mindeststandard was Ausstattung (Möbel) etc. angeht. Dieser ist zwar nicht überwältigend aber zumindest gibts nen Schreibtisch, Bett, Nachttisch, Schrank in den einzelnen Zimmern und sowas wie Waschmaschine, Trockner und Küchenausstattung in der Wohnung. Bezahlen könnt ihr ganz bequem eigentlich immer wann ihr wollt direkt beim Accomodation Office auf dem Campus.

Weiterer Vorteil: Die große Mehrzahl der Uni-Flats liegt sehr campusnah und auch der nächste Supermarkt oder die Innenstadt sind in den allermeisten Fällen sehr gut zu Fuß zu erreichen.

Eure Mitbewohner sind fast immer Einheimische (d.h. Neuseeländische Studenten) und meistens auch andere Internationale.

Was die Kosten angeht: 2003 warens so 75 - 90 NZ-$ pro Woche (Mindestmietdauer allerdings das komplette halbe Jahr) zzgl. Strom und Telefonkosten (im Durchschnitt würde ich sagen noch mal so 10-15 NZ-$).

Was die Bewerbung angeht: eure Unterlagen schauen sich die einheimischen Studenten an und wählen dann ihr gewünschten Mitbewohner aus.
 

Private Flats:

Auch eben Flats nur von privaten Vermietern. Für Leute die für Uni-Flats zu spät kommen (also ohne Wohnung in Dunedin ankommen) oft die einzige Möglichkeit. Auch hier hilft das Accomodation Office bei der Suche, außerdem gibts Aushänge u.ä. Allerdings kann es zu Semesterbeginn durchaus schwierig werden auf die schnelle eine Wohnung zu finden und ich kenne einige Leute die zunächst einige Wochen mit Notlösungen (Übernachten bei Bekannten, wohnen im Backpacker) auskommen mussten!!

Was Vermieter, Standard, Ausstattung und Lage angeht kann man hier Glück und Pech haben. Der Einfachheit halber würde ich die Uni-Flats empfehlen.
 

Toroa International House:

Hier leben nur internationale Studenten in kleinen WG´s. Es gibt einige organisierte Toroa-Veranstaltungen und auch so was wie eine Hausaufsicht. Für Leute die Angst haben jemanden kennenzulernen sicherlich die beste Lösung. Die internationalen Studenten sind ja alle quasi in der selben Situation und es gibt eine starke Toroagemeinschaft (so hab ich das zumindest mitbekommen). Aber eigentlich habe ich niemanden gesehen, der irgendwelche Kontaktschwierigkeiten hatte und für den Kontakt mit den Kiwis ist das Toroa House eher ungeeignet. Bewerbung über das Accomodation Office mit eurer Studienbewerbung.
 

Residential Halls:

Diese Studentenwohnheime mit kleinen Zimmern für jeden Studenten und ansonsten Gemeinschaftseinrichtungen sind in Neuseeland eher was für die Studenten des ersten Studienjahres. Vorteil: normalerweise alles organisiert (Essen etc., kann aber auch ein Nachteil sein) und oft Partyatmosphäre (ebenfalls). Nachteil: extrem niedriger Altersdurchschnitt. Jedem der über 21 Jahre alt ist und der sich einigermaßen selbstständig fühlt würde ich dringen von dieser Wohnform abraten!!! Bewerbung über das Accomodation Office mit eurer Studienbewerbung.
 

Privates Wohnen bei Familien:

Hier wohnt ihr quasi wie bei einer Austauschfamilie und lebt mit dieser Familie zusammen. Die Kosten sind zunächst einmal etwas höher als normale Flats da meistens Essen etc. mit inbegriffen ist (eben nicht nur reine Mietkosten). Im Prinzip leben wie bei Mama zu Hause. Wer´s mag. Wie ihr da dran kommt weiss ich leider nicht.

 

Verpflegung (und Lebenshaltungskosten):

Es gibt überall Supermärkte womit eure Verpflegung kein Problem sein dürfte. Auderdem gibt es massenhaft preiswerte Fastfoodläden in der Stadt (insbesondere die Asiaten sind sehr günstig). Was Lebensmittelkosten angeht: zu meiner Zeit (2003) ungefähr vergleichbar mit Deutschland (mit einzelnen Unterschieden natürlich). Die Dienstleisungen (Pubs, Frisör, Restaurants etc.) waren u.a. aufgrund der niedrigeren Löhne im Durchschnitt deutlich günstiger als bei uns. Aber das kann sich ja mit der Zeit geändert haben also wen es interessiert: irgendwo Erkundigungen einholen.

 

Verkehrsmittel:

In Dunedin kann man fast alles zu Fuß erkunden. Ein Auto ist in der Stadt selbst nicht nötig (beim Einkaufen o.ä. aber oft bequemer). In die Randbezirke (z.B. zum Strand) fahren Busse. Wer reisen möchte sollte sich überlegen ein Auto anzuschaffen. Das ist in Neuseeland recht unkompliziert möglich. Ansonsten kann man auch mit Überlandbussen reisen, dass ist aber natürlich wesentlich zeitaufwendiger und so verpasst man gerade während des Semesters bestimmt die eine oder andere Reisegelegenheit. Ich hatte das Glück, dass ich unten zwei Freunde kennengelernt habe, die sich beide ein Auto gekauft haben, so geht´s natürlich auch (an dieser Stelle Gruß an Christian und Christoph!!).

 

Internetzugang:

Wie gesagt: es sind haufenweise Computer mit Internetzugang über den Campus verteilt! Wer trotzdem mit seinem eigenen Notebook ins Internet möchte kann dies mit einem normalem Modem über die Telefonleitung (meistens gibt es pro Flat jedoch nur eine, d.h. ihr blockiert die Leitung, das entsprechende Kabel kriegt ihr in jedem Elektrogeschäft) tun. Das geht entweder Call-by-Call oder auch mit Vertrag. Es gibt auch sehr günstige Flatrates oder Zeit-Pauschalen diverser Anbieter. Da könnt ihr euch aber am einfachsten vor Ort erkundigen.

Mit eurem Notebook könnt ihr auch in der großen Bibliothek per Netzwerkkarte ins Internet.

 

Aktivitäten:

Clubs & Socs:

Die Uni hat haufenweise Clubs (im Sinne von Vereinen oder so) die von den Studenten geführt und organisiert werden. Hier findet sicher jeder etwas für seinen Geschmack: massenweise Sportclubs (Tauchen, Kajak, Kampfsport, Badminton, Volleyball usw. alles was man sich vorstellen kann) aber auch abgefahrene Dinge wie Hare Krishna, irgendwelche Selbstfindungsgruppen, einen historische Uniformen Club usw. Dazu Unmengen verschiedener Kurse: z.B. Bier brauen, Joga, Firedance, Massage, Sticken, Autoreparatur, Didgeridoo und vieles mehr.

Der größte dieser Clubs, und bei den internationalen Studenten der mit Abstand der beliebteste, ist der Tramping-Club. Dieser bietet fast jedes Wochenende Trampingausflüge in die nähere und weitere Umgebung an. Hier gibt es wirklichen Outdoorspass! Wer Neuseeland richtig erleben will sollte wenigsten ein paar Mehrtagestramps machen. Der Trampingclub bietet hier eine gute Gelegenheit dies ohne großen Aufwand (weil alles organisiert wird; insbesondere gut wenn man kein Auto hat) zu tun. Außerdem ist der Club wirklich fast so eine Art Treffpunkt für internationale Studenten.
 

Recreation Centre:

Das Rec-Centre bietet ebenfalls viele Kurse und Schnupperkurse an. Hier kann man auch so interessante Dinge wie Kaiten, Tauchen, Segeln, Ausflüge zu Pferd, Parachuting, Astronomy usw. recht günstig, weil von der Universität subventioniert, ausprobieren. Außerdem verleiht das Rec-Centre Sport- und Trampingausrüstung.
 

Reisen:

Wie schon oben geschrieben eignet dich Dunedin hervorragend, um an den Wochenenden die Südinsel zu bereisen. Diese Gelegenheit sollte man so oft wie möglich nutzen!! Wer einige Eindrücke haben möchte kann sich ja mal meine Fotos anschauen.
 

Rugby:

Rugby gehört zu Neuseeland wie der Fussball zu Deutschland. In Dunedin ist das Team der Profiteam der Otago Highlanders zu Hause und jeder der sich ein bisschen für Sport interessiert sollte ein Spiel in Carisbrook (das Stadion in Dunedin) nicht verpassen!!! Ihr könnt ja mal hier reinschauen.

 

Wenn ich jemandem mit diesen Infos helfen konnte freue ich mich über einen Gästebucheintrag!

 

Links:

Die neuseeländischen Universitäten im Internet:

www.otago.ac.nz (Homepage der University of Otago, Dunedin)

www.massey.ac.nz (Homepage der Massey University)

www.canterbury.ac.nz (Homepage der University of Canterbury, Christchurch)

www.vuw.ac.nz (Homepage der Victoria University of Wellington)

www.lincoln.ac.nz (Homepage der Lincoln University, Canterbury)

www.auckland.ac.nz (Homepage der University of Auckland)

www.waikato.ac.nz (Homepage der Waikato University, Hamilton)

 

www.ieconline.net (Infos und Bewerbungshilfe kostenlos!)

www.college-contact.com (viele Informationen zum Auslandsstudium in Neuseeland und woanders)

www.languageschools-downunder.com (umfangreiche Informationsquelle für Sprachschulen in Australien und Neuseeland)

www.purenz.com (offizielle neuseeländische Tourismushomepage mit vielen Reiseinfos)

www.nzembassy.com (die neuseeländische Botschaften in aller Welt)

www.immigration.govt.nz (New Zealand Immigration Service - alle Infos zum Leben, Studieren, Arbeiten in NZ)

www.cityofdunedin.com (Homepage von Dunedin)

www.neuseelandforum.de (gutes Forum über Neuseeland mit vielen Besuchern die meistens kompetente Hilfe leisten)

http://highlandersrugby.com (Homepage der Otago Highlanders; weitere Fotos und Eindrücke hier)

www.allblacks.com (Homepage der All Blacks: Neuseelands Rugby Nationalmannschaft; weitere Fotos und Eindrücke hier)

www.airnewzealand.co.nz (Air New Zealand Homepage)

www.qantas.co.nz (Neuseelandseite von Qantas)

www.bbh.co.nz (Netzwerk von Backpacker Hostels in Neuseeland. Sehr guter Katalog mit hilfreichen Kundenbewertungen!)

 

Literaturhinweise und Bücher sowie Reiseführer: (für genauere Infos einfach das entsprechende Buch anklicken)

 

     Studienführer Australien, Neuseeland

Der Studienführer wird vom DAAD herausgegeben. Hier wird Neuseeland gleichermaßen wie Australien behandelt. Der Studienführer vermittelt einen sehr guten Überblick über den Studienablauf, Zulassung, anfallende Lebens- und Studienkosten, sowie die verschiedenen Hochschulen - gespickt mit einigen interessanten statistischen Daten. Es gibt z.B. Info zu den Themen Vorbereitung, Wahl der Hochschule, Bewerbung, Anerkennung von Studienleistungen und Finanzierung. Dazu gibts Tipps für den Alltag und zu Themen wie Einreise und Aufenthalt, Wohnen, Lebenshaltungskosten, Arbeitsmöglichkeiten und Krankenversicherung. In den umfangreichen Adress- und Übersichtskapiteln sind neben Angaben zu den Hochschulen und ihren Studienangeboten auch die Adressen wichtiger Anlaufstellen im In- und Ausland enthalten.

 

     Kauderwelsch, Neuseeland Slang, das andere Englisch

Wer sich vorab schonmal etwas mit dem Kiwislang auseinandersetzen möchte der sollte sich dieses Buch mal anschauen. Aber um niemanden zu verunsichern: Mit ganz normalem Schulenglisch kommt man in Neuseeland gut zurecht! Trotzdem gibt es natürlich einige landestypische Eigenheiten die hier behandelt werden. Ist ganz lustig!

 

Reiseführer / Reiseliteratur:

eine ausführliche Sammlung von Tipps zu Reiseliteratur über Neuseeland (deutsch und englischsprachige Reiseführer gibt es hier!

 

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